Vernissage: Mittwoch, 1.Dezember 2010, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 1. Dezember 2010 bis 19. Februar 2011
Winfried Zehetmeier sagt über seine Arbeiten: "Das Thema meiner Werkschau von vor zwei Jahren war die Spannung zwischen Linie und Fläche, also zwischen zeichnerischen und malerischen Elementen eines Bildes. Diesmal liegt der Schwerpunkt bei der malerischen Umsetzung von Bildern aus dem Weltraum.
Im vergangenen Jahr entdeckte ich für mich Aufnahmen, die von ausgesandten Sonden aus dem sich ständig ausdehnenden Raum zur Erde gesendet wurden. In diesen Aufnahmen materialisierte sich bislang Unsichtbares auf faszinierende Weise, indem elektromagnetische Wellen, ausgehend von astralen Vorgängen, in Farben umgesetzt wurden. Daraus entwickelte ich erste Bilder zum Thema „Kosmos“. Es sind Bilder, die ungegenständlich erscheinen (was landläufig „abstrakt“ genannt wird), auf denen aber Wirklichkeiten sichtbar werden, die in unvorstellbar fernen Räumen des Alls existieren: bisher unbekannte Galaxien, Sternennebel, Staubstürme, sterbende und neu entstehende Himmelskörper. Der Phantasie sind bei der bildnerischen Weiterentwicklung solcher Bilder keine Grenzen gesetzt.
Auf diesem Weg zwischen Chaos und Kosmos spielen für mich wohl auch meine alljährlichen Begegnungen mit den Arbeiten Jackson Pollocks in der Sammlung Peggy Guggenheims in Venedig eine Rolle.
Parallel zu diesen größeren Formaten entstehen seit vielen Jahren kleine Arbeiten, überwiegend im Format 12,5 x 17,5 cm, schwarz-weiße, aber auch farbige, in denen ich mich spielerisch mit dem „gelenkten Zufall“ beschäftige ( Schüttungen, Auswaschungen, Ausschabungen, Verwendung zufälliger Strukturen, welche die Spachtel in der Grundierung mit Spachtelmasse hinterlässt). Eine kleine Auswahl solcher Miniaturen zeige ich hier zum ersten Mal."

